Pavel Cupák

Entwürfe und Projekte in Vorbereitung

Projekte für Orte, die auf ihre Geschichte warten

Studien, Wettbewerbsentwürfe und geplante Arbeiten für den öffentlichen Raum. Jedes Projekt ist nach seinem aktuellen Stand gekennzeichnet; nach der Realisierung kann seine Geschichte unter den vollendeten Werken fortgeführt werden.

Studie / Entwurf

Pavillon für Karel Loprais

Frenštát pod Radhoštěm

Der Pavillon ist eine Hommage an eine der bekanntesten Persönlichkeiten von Frenštát pod Radhoštěm. Statt eines traditionellen Denkmals entstand der Entwurf eines Ortes, an dem Menschen einander und symbolisch auch Karel Loprais mit seinem Tatra begegnen können — zum Sitzen, Erzählen, Erinnern oder für ein gemeinsames Foto.

Der Pavillon besteht aus zwei transparent und luftig wirkenden Wänden. Sie sind aus 1 cm starkem Stahlblech geplant, in das das Porträt von Karel Loprais und sein Tatra-Rennfahrzeug mit dem Schneidbrenner eingebrannt werden. Flammenspuren und kleine Tropfen geschmolzenen Metalls bewahren die rohe Wirkung des Materials und verleihen der feinen Grafik einen kraftvollen, technischen Charakter.

Eine einzige monumentale Eichenbohle dient zugleich als Bank und Tisch. In ihre Oberfläche ist die Spur eines Lkw-Reifens als Relief eingeschnitzt. Am Abend hebt die integrierte Beleuchtung die Motive der Stahlwände und den erhöhten Betonsockel hervor.

StatusEntwurf, noch nicht realisiert
Höheetwa 2 m
Grundflächeetwa 2 × 3 m
SockelBeton, um zwei Stufen erhöht
Wände1 cm Stahlblech, Motive mit Schneidbrenner
Bank / TischEichenbohle 1,3 × 4 m, 10 cm stark

Visualisierungen des Entwurfs

Studie / Entwurf

Der Räuber

Frenštát pod Radhoštěm

Frenštát pod Radhoštěm ist mit vielen bekannten Persönlichkeiten verbunden. Dieser Entwurf richtet den Blick deshalb in eine andere Richtung — auf die ältere Geschichte, die Sagen und Traditionen der Region. In schriftlichen Quellen finden sich wiederholt Hinweise auf Kräuterfrauen und vor allem auf Räuber, die einst zu dieser Landschaft gehörten.

Die vorgesehene Passage zwischen den Rathausgebäuden erinnert an einen kleinen Handelsweg, der aus der Stadt in Richtung Radhošť führt. Zugleich wirkt sie wie eine Höhle oder ein Versteck, in dem man sich einen Räuber vorstellen kann, der nach heimkehrenden Händlern Ausschau hält. Die Skulptur ist daher eigens für diesen Ort konzipiert.

Der Räuber ist ein sanfter Riese mit freundlichem Wesen. Auf den ersten Blick mag er wie ein Wegelagerer wirken, tatsächlich ist er jedoch ein etwas unbeholfener, vom Leben überraschter Mensch, der sich allmählich zum gutmütigen Beschützer des Handelswegs und zum Ratgeber für Händler und Reisende entwickelt hat. Die Räuberkeule in seiner Hand vervollständigt eine Figur, deren wahre Stärke in Güte und Hilfsbereitschaft liegt.

Auch die Öffentlichkeit könnte in das Projekt einbezogen werden — etwa durch einen Wettbewerb, bei dem Kinder aus örtlichen Schulen einen Namen für den Räuber und eine mit ihm verbundene Sage erfinden. So würde die Skulptur eine lebendige Geschichte erhalten, die unmittelbar unter den Menschen entsteht.

StatusEntwurf, noch nicht realisiert
Materialpatinierte Bronze
Höhe3,5 m
Breite der Skulptur1,9 m
Gesamtbreite2,5 m einschließlich der Räuberkeule
StandortPassage zwischen den Rathausgebäuden in Frenštát pod Radhoštěm

Studie, Visualisierung und Ansichten der Skulptur

Entwürfe und Projekte in Vorbereitung

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